Tobias Tobias Schenke
Geboren in BRD
In zwei Filmen konnte er sein bestes Stück nicht unter Kontrolle bringen und musste feststellen, das ER das Zepter in der Hand hält: "Harte Jungs" und "Knallharte Jungs" variierten die Idee des sprechenden männlichen Geschlechtsteils und wurden Kinoüberraschungserfolge im Genre der Teeniekomödie. Als ihr vom frechen Glied geplagter Hauptdarsteller Florian zeigte Tobias Schenke sein Talent, mit Unschulds- und Leidensmiene von einem Fettnäpfchen ins andere zu treten und als überforderter, geschlechtsreifer und hormonbelasteter Jungmann nix über die Liebe zu wissen, aber nach Bräuten zu lechzen. Das Flair von Unwissenheit und Unschuld inmitten peinlicher Pubertätspossen und zotiger Pennälerwitze verleiht "Spätzünder" Schenke eine Aura seliger Gefühlsübermannung, die er wie ein Buster Keaton im Teeniebusiness übersteht.
Dabei ist der 1981 in Rüdersdorf geborene Schenke fast schon ein Veteran im Filmgeschäft, der schon ab der sechsten Klasse wusste, dass er Schauspieler werden wollte. Mit zwölf heuerte er bei einer Schauspielagentur an, machte den Realschulabschluss und lernte an der Schauspielschule, als er von der Schulbank weg engagiert wurde, um 1996 als smarter Skater in "Knockin'on Heaven's Door" sein Kinodebüt abzugeben. Unter den zahlreichen Nebenrollen in TV und Film ("Solo für Klarinette", "Alles Bob!") ist die des fußballbegeisterten Sohnes von Schalke-Fan Uwe Ochsenknecht, der in "Fußball ist unser Leben" den Filius von der Freundin weg zum Trainingsplatz zwingt, die dankbarste.
Neben den Teeniekomödien, zu denen sich 2004 die deutsch-deutsche Komödie "Kleinruppin Forever" gesellt, in der er gleich eine Doppelrolle als vertauschte Zwillingsbrüder spielt, empfiehlt er sich auch in einer ernsten Rolle in dem auf Tatsachen basierenden Drama "Ein Leben lang kurze Hosen tragen". Hier gibt er den Serienkiller Jürgen Bartsch, der in den Sechzigerjahren eine Reihe Jugendlicher tötete.