Heinz Hoenig
Geboren in BRD
Dominiert mit seiner physischen Präsenz die Szene, geht wuchtig seinen Weg und verbirgt hinter dem bulligen Aussehen eines Raubeins Klugheit und Herz mit Schnauze. Heinz Hoenig gehört zu den eigenwilligen Kerlen des deutschen Films, ist zupackender Malocher, Kumpelfigur, Bodyguard, Cop, Krimineller, Lehrer, Agent und häufig der Mann fürs Grobe. Das macht ihn zum begehrten tragenden Nebenrollenakteur mit Verlässlichkeitsimage. Unter den Rollen im Film gehören der Funker in Wolfgang Petersens "Das Boot", der Sexgymnastiker und Sportlehrer in "Sei zärtlich, Pinguin", der Geiselnehmer in "Die Katze", der Sonderkommandopolizist in "Die Sieger" und der russische Mafioso in "Nur aus Liebe" zu den markantesten Figuren. Zuletzt überzeugte er als überforderter Kommissar im Serienkiller-Thriller "Antikörper". Im TV bleiben seine Rollen als Gegenspieler der alten Kaufhausherren im Mehrteiler "Der große Bellheim", der Hamburger Gangster in "Der König von St. Pauli" und der Detektiv "Stan Becker" in Erinnerung. Später stieg Hoenig auf die Rollen besorgter tatkräftiger Väter um.
Hoenig wurde in Halingerode im Harz geboren, arbeitete als Schlosser und als Streetworker in der Berliner Drogenszene. Er schloss sich einer amerikanischen Theatergruppe an und genoss eine Schauspielausbildung auf einer Farm in Mexiko. Zurück in Deutschland, spielte er am GRIPS-Theater und seit 1976 ("Heinrich") in Film und Fernsehen. Dazwischen immer wieder Theaterarbeit. Hoenig fährt eine Harley Davidson und lebt mit der Familie auf Mallorca. 1999 wanderte er mit Sohn Lucas durch Tibet. Er gründet mit Kollegen die "Aktion sichere Schule": "Da herrscht zuviel Gewalt. Wir sammeln Geld für die Schüler, damit die mal zum Angeln fahren und die Natur kennen lernen können."